Hier finden Besucher der Webseite aktuelle Neuigkeiten aus dem Jagdverband und der Region.


Tag der offenen Tür und Sommerfest der DAH Gruppe

Der Jagdverband Pritzwalk konnte sich am 04.07.2026 beim Sommerfest der DAH Group auf dem Betriebsgelände der PAE Putlitz an einer sehr erfolgreichen Veranstaltung präsentieren.

Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit im Rahmen der Wiesenmahd, wurde den Jägern der Region die Möglichkeit geboten, sich mit der Vielfalt der Jagd zu präsentieren.

Der Lernort-Natur Anhänger, die Drohnenvorstellung und die ein oder andere Vorführung der Apportierfreude von Jagdgebrauchshunden zogen viele Besucher an unseren Stand.

Die Präparate, Bälge und „Fühlkästen“ bannen den ein oder anderen kleinen und großen Besucher zum Verweilen und Plauschen. Der Einsatz der Jäger über die Grenzen der einzelnen Jägerschaften hinaus, ist hierbei sehr herauszustellen.

Die geladenen lokalen und überregionalen politischen Vertreter bestaunten die Auslagen der Stände äußerst interessiert. Der Schulterschluss der Jägerschaft und der wirtschaftlichen Vertreter der Landwirtschaft wurde durch Gespräche und Austausch weiter gestärkt.

Zur Eröffnung der Veranstaltung waren die Putlitzer Jagdhornbläser e.V. eine würdige und feierliche Umrahmung.

Es ist der DAH Group und besonders der PAE Putlitz ein großer Dank auszusprechen für die Möglichkeit der Präsentation der Jägerschaft Putlitz und des Jagdverbandes Pritzwalk. Ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Jägern.


Festumzug zum Jubiläum 770 Jahre Pritzwalk am 13.06.2026

Am 13. Juni 2026 feierte die Stadt Pritzwalk ihr 770-jähriges Jubiläum mit einem großen Festumzug durch die Stadt. Auch der Jagdverband Pritzwalk war bei diesem besonderen Ereignis mit dabei.

Mit einem festlich geschmückten Wagen nahm der Jagdverband am Umzug teil. Für die passende musikalische Begleitung sorgten unsere Jagdhornbläser, die entlang der Strecke mit ihren traditionellen Jagdhornsignalen für eine besondere Atmosphäre sorgten.

Gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Gruppen und Organisationen aus Pritzwalk und der Region präsentierte der Jagdverband damit seine Verbundenheit mit der Stadt und der Bevölkerung.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern und Jagdhornbläsern, die unseren Verband beim Festumzug vertreten und zum Gelingen dieses besonderen Jubiläums beigetragen haben.


Delegiertenversammlung am 11.04.2026

Am 11. April 2026 fand die diesjährige Delegiertenversammlung des Jagdverbandes Pritzwalk in der Prignitzer Speisewirtschaft statt.

Der Vorstand sowie die Delegierten der angeschlossenen Jagdvereine kamen zusammen, um auf das vergangene Jagdjahr zurückzublicken, aktuelle Themen des Verbandes zu besprechen und wichtige Weichen für die weitere Arbeit zu stellen.

Traditionell wurde die Versammlung feierlich durch die Jagdhornbläser eröffnet. Im Anschluss begrüßte der Vorstandsvorsitzende Steffen Benthin die Anwesenden und führte durch die Veranstaltung.

Im Mittelpunkt standen die Rechenschaftsberichte der Obmänner, in denen über die Aktivitäten und Entwicklungen in den jeweiligen Bereichen berichtet wurde. Die anschließende Diskussion bot Gelegenheit, aktuelle Themen gemeinsam zu erörtern und sich über Erfahrungen und Anregungen aus den Revieren auszutauschen.

Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Verleihung von Ehrenabzeichen an verdiente Mitglieder, mit denen deren langjähriges Engagement und Einsatz für die Jagd und den Verband gewürdigt wurden.

Zum Abschluss konnten die Teilnehmer die Versammlung bei einem gemeinsamen Essen, das von der Prignitzer Speisewirtschaft bereitgestellt wurde, in geselliger Runde ausklingen lassen.

Der Jagdverband Pritzwalk bedankt sich bei allen Delegierten, Gästen und Mitwirkenden für die gelungene Versammlung und den engagierten Austausch.


Delegiertenversammlung am 29.03.2025

Die Delegiertenversammlung des Jagdverband Pritzwalk e.V. fand am 29.03.2025 in Pritzwalk statt.

Als Gäste kamen der Geschäftsführer vom Landesjagdverband Brandenburg Kai Hamann, der Bürgermeister Dr. Thiel, der Kreisbauernverband Andreas Kickback, der unteren Naturschutzbehörde Marc Frankowiak.

Der Vorsitzende Werner Sperling informierte über das vergangene Jagdjahr und über die anstehenden Themen. Es folgte die Entlassung des amtierenden Vorstandes und die Auszeichnungen der einzelnen Mitglieder. Der Wahlvorstand gab die Wahlen des alle 4 Jahre zu wählenden Vorstandes bekannt.

Der neu gewählte Vorstand stellt sich vor und der neue Vorsitzende Steffen Benthin hielt die Eröffnungsrede.


Hurra, hurra, der Wolf ist da!

Auf dem Landesjägertag Anfang Mai verkündete unser Ministerpräsident: „Der Wolf gehört zu Brandenburg.“ Aus dem Kontext genommen mag man diese Aussage als nüchterne Feststellung betrachten. Gemeint war aber die Richtschnur politischen Handelns in Sachen Wolf.

Seinen „Siegeszug“ über die Oder-Neiße-Friedensgrenze begann der Grauhund vor 10 Jahren im Süden unseres Landes. Nun ist er nach einigen „Stippvisiten“ in den Vorjahren auch in der Prignitz heimisch. Von offizieller Seite wird das noch nicht bestätigt, aber mehrere Sichtungen, Fotos auf Wildkameras, Handyvideos und Schafsrisse, wie in der vergangenen Woche in Telschow, zeugen davon.

Nun kann man ja davon begeistert sein, dass sich die nordosteuropäisch-baltische Wolfspopulation westwärts ausbreitet und in unserer industrialisierten, zerschnittenen Kulturlandschaft mit reichlich gedecktem Tisch pudelwohl fühlt und darin ein Indiz für herausragenden Artenschutz sehen.

Andererseits sollte aber auch nicht verschwiegen werden, dass die Zahl derer, die nicht Isegrims Freunde sind wächst. Nicht wegen der Grimm´schen Märchen ist der Wolf vor über 150 Jahren bei uns von der Bildfläche verschwunden, sondern, weil Konflikte eskalierten.

Wenn auch heute Landwirte aufbegehren, deren Schafe und Kälber gerissen werden, Jäger ihren dem Wolf zum Opfer gefallenen Jagdhund beklagen oder den Verlust ganzer Muffelwildbestände registrieren, darf man auch dafür Verständnis haben, wenn nicht alle den Wolf lieben.

Die MAZ berichtete kürzlich von einem in unserem Bereich auf der A 24 überfahrenen Jungwolf. Vielleicht trägt dieser Unfall mit dazu bei, dass nun endlich an diesem Autobahnbereich Wildzäune errichtet werden sollen (auch das konnte man in der MAZ nachlesen).

Die rasante Populationsdynamik des Wolfes ruft auch Brandenburgs Jäger auf den Plan. Wir unterstützen das Wolfsmonitoringprogramm des Landes, bringen uns bei dessen Aktualisierung ein, fordern dabei einen konkreten Aktionsplan, der angesichts der aktuellen Entwicklung der Wolfsbestände eine Senkung des Schutzstatus notwendig macht. Von offizieller Seite wird die Zahl der in Brandenburg lebenden Wölfe mit 125-140 angegeben, eine höhere Anzahl ist wahrscheinlich. Die Vermehrungsrate beträgt 30 Prozent. Rein rechnerisch würde der Bestand in 5 Jahren damit auf 500 anwachsen. Der neue Präsident des Landesjagdverbandes Dr. Wellershoff stellte kürzlich fest: „Der Wolf wird seine Akzeptanz in der Bevölkerung auffressen, wenn sein Bestand weiter unkontrolliert wächst.“ Es gilt sich damit auseinanderzusetzen, wie die zunehmende Wolfspopulation auf einen stabilen, den Lebensraumbedingungen angepassten Niveau gehalten werden kann und wie die Entnahme verhaltensauffälliger Tiere in der Praxis umgesetzt werden soll.

Wie Menschen, die auf Wölfe treffen, reagieren sollten, erklärt Dr. Norman Stier, der Koordinator des Wolfsmonitorings in Mecklenburg-Vorpommern folgendermaßen: „Man sollte versuchen, diese Tiere mit lautem Rufen und Bewegungen zu vertreiben und sich zurückziehen.“

Also, Jäger, Pilzsucher, Naturfreunde: Jede Sichtung und sonstige Begegnung mit dem Wolf bitte den Wolfskundigen unseres Jagdverbandes, Rudolf Scholz oder Karsten Neumann, melden.

– Werner Sperling, Vorsitzender des Jagdverbandes